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20.01.2019 - nutriteam gmbh


Sieht gut aus - aber verträgt der Körper es auch?
Unverträglichkeiten - Was ist darunter zu verstehen?

Laktosefrei, fruktosearm, glutenfrei, fodmaparm… Diese Begriffe sind heutzutage fast alltäglich und beeinflussen unser Essverhalten. Das Auftreten von Unverträglichkeiten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Doch was genau bedeutet das? Klar zu unterscheiden sind Unverträglichkeiten von Allergien. Während Allergien eine Überreaktion des Immunsystems sind, sind Unverträglichkeiten (=Intoleranzen) Folge einer beeinträchtigten Verdauungsfunktion. Der Körper reagiert hierbei mit Symptomen wie Blähungen, Krämpfen, Übelkeit, Windabgang, Durchfall oder Verstopfung. Die Symptome sind zwar unangenehm, im Vergleich zu allergischen Reaktionen jedoch nicht lebensgefährlich. Eine Umstellung der Ernährungsweise macht dann Sinn, wenn eine Unverträglichkeit diagnostiziert worden ist, andere Krankheiten ausgeschlossen wurden und die Umstellung unter Mitbetreuung einer Fachperson geschieht. So wird gewährleistet, dass sich keine Fehlerquellen einschleichen und dass sich trotz Einschränkungen eine abwechslungsreiche Ernährung umsetzen lässt. Liegt keine Unverträglichkeit oder Allergie vor, gibt es keinen Grund, sich bei der Nahrungsmittelauswahl einzuschränken.

Laktoseintoleranz
Die Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit, wobei der Milchzucker (= die Laktose) im Dünndarm nicht oder unzureichend aufgenommen wird. Die Laktose ist ein Zweifachzucker und wird im Dünndarm mithilfe des Enzyms Laktase gespalten, damit die Zuckerbausteine ins Blut gelangen können. Liegt ein Laktasemangel vor, gelangt Laktose in den Dickdarm, wo diese durch Darmbakterien vergärt wird und die beschriebenen Symptome hervorrufen kann.


Fruktosemalabsorption
Fruktosemalabsorption ist eine gestörte Aufnahme von Fruchtzucker (=Fruktose) im Dünndarm. Das dazu benötigte Transporteiweiss ist unzureichend vorhanden bzw. funktioniert unzureichend, so dass der Fruchtzucker in den Dickdarm gelangt und dort durch die Darmbakterien umgewandelt wird. Dies erklärt die auftretenden Symptome.


Glutenunverträglichkeit
Leidet jemand an einer Glutenunverträglichkeit, spricht man von Zöliakie. Durch die Aufnahme von Gluten (=Klebereiweiss in vielen Getreidesorten) wird die Dünndarmwand beschädigt, was längerfristig schwerwiegende Folgen haben kann. Dieses Krankheitsbild wird mithilfe einer Antikörperbestimmung und / oder einer Darmbiopsie diagnostiziert. Neben der Zöliakie ist der Begriff der Glutensensitivität neu aufgekommen. Betroffene reagieren dabei auf Gluten mit oben beschriebenen Symptomen, obwohl keine Zöliakie diagnostiziert werden konnte. Eine gänzlich glutenfreie Ernährung ist aber nur bei einer ärztlich diagnostizierten Zöliakie indiziert. Wurde keine Zöliakie oder Glutensensitivität diagnostiziert, gibt es keinen Grund die Ernährung glutenarm zu gestalten.


FODMAP
FODMAP steht für „Fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole“. 



Bei FODMAP handelt es sich um vergärbare Kohlenhydrate, welche nicht von allen Menschen gleich gut vertragen werden. Eine Reduktion der FODMAP-reichen Nahrungsmittel kann deshalb Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall und/oder Verstopfung mindern. Eine FODMAP-arme Ernährung kann dann Sinn machen, wenn solche Beschwerden bestehen, ärztlich jedoch keine Diagnose gestellt werden konnte. All diese Unverträglichkeiten haben als Therapie eine Ernährungsumstellung zur Folge. Damit jedoch nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich eingeschränkt wird, lohnt sich bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit der Kontakt mit einer Fachperson.

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Praxis für Ernährungs- und Bewegungsfragen

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